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Im Lateinischen bezeichnet devertere die Geste, den vorgezeichneten Weg zu verlassen. Das italienische Haus hat daraus seine Methode gemacht: Jeder Flakon geht von einem erwarteten Akkord aus und biegt ab, bevor man ihn erkannt hat. Ein Gin Tonic wird zu einer Bergwanderung, ein Sommercocktail kippt ins Holzige, eine Blume öffnet sich mit dem Geruch eines aufgeblasenen Luftballons.
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Eine Bergwanderung, dort wo die Wiese dem Gletscher weicht. Die Kälte öffnet mit rosa Pfeffer und Wacholder, die Zitrusnote zieht vorüber und verblasst, Birne und Rhabarber mildern, ohne zu süßen. Vetiver und Virginia-Zeder halten den Fond. Es ist auch genau der Geruch eines Gin Tonics: das Eis, der Wacholder, das kalte Glas unter heißer Sonne.

Der karamellisierte Apfel, angebissen. Der Brandy öffnet mit einer berauschenden Note, die kandierten Früchte kommen, und ein Hauch Kaugummi macht das Ganze verspielt. Jasmin Sambac und Kardamom halten den Zucker zurück; Vanille, Karamell und Ambra schließen ab. Ein Märchen: weiß wie Schnee, rot wie der Schein.

Nicht der leichte Cocktail, den man erwartet. Ananas, Rum und Kokosnuss öffnen gourmandig und weichen dann einer warmen, holzigen Struktur: Davana, Neroli, Safran. Patschuli, Oud, Tonkabohne und heller Tabak schließen ab. Ein Duft für alle Jahreszeiten, im Gewand des Sommers.

Der klassische arabische Akkord — Rose, Oud, Safran — mit einem fruchtigen Auftakt aus Litschi- und Himbeerpüree. Das Oud setzt sich schnell durch, Leder und Benzoe begleiten es, das Cypriol schließt ab. Leder und Herz, Edelsteine, gefasst in ein mit Absinth eingelegtes Holz.

Wildleder und Leder, Iris und Holz, Oud. Der klassische Lederduft, neu gedacht: Bergamotte und Beifuß öffnen frisch, Birkenteer und Labdanum geben die Substanz, Sandelholz und Guajakholz halten das Ende. Haut auf Haut, rebellisch. Schnell, unsterblich wie die Jugend.

Ein untypischer Gourmand, warm und ambriert. Mandelmilch und Hafercreme öffnen milchig, der Pfirsich-Frappé harmoniert mit Safran und Trockenfrüchten, die Zuckerwatte zieht vorüber, ohne zu verweilen. Ambra, Vanille, Tonkabohne und Sandelholz schließen ab. Eine Absichtserklärung: Willst du bei mir bleiben?

Ein Strand, an dem die Nadelbäume bis zum Sand hinabreichen. Frischer Ingwer, Melone und Salz öffnen; die Brise mischt die maritimen und sonnigen Noten mit wildem Jasmin, Mate und Strandkiefer. Ambra, Zypresse und Zeder schließen ab. Leinen und Holz, der Gang über den Steg, der Wind der Komplizenschaft.

Nicht die ätherische Blume, die man erwartet. Nagellack, Galbanum und warmes Plastik öffnen mit einem Geruch der Erinnerung — ein aufgeblasener Luftballon, ein Filzstift, dessen Kappe man abzieht, die Schulbänke. Birne, Basilikum und Feigenmilch bilden das Herz, Tuberose und Vanille schließen ab. Der Augenblick, in dem Nostalgie zum Versprechen wird.
Devertere signiert ihre Flakons nicht mit einer Zeichnung: Sie signiert sie mit einer Abweichung. Der Karton ist für alle acht derselbe — mattschwarz, quadratisch, auf der Spitze stehend — und nur ein diagonaler Farbstreifen verrät, welchen man in der Hand hält. Der Flakon übernimmt die Regel: dunkles Glas, direkt auf den Körper gedruckter Text, die Notenliste läuft über den Verschluss wie eine Gebrauchsanweisung. Nichts zu verzieren, alles zu lesen. Der Name kommt aus dem Lateinischen: devertere, die Straße verlassen.








Von Devertere veröffentlichte Bilder. Die Vorstellungstexte sind aus dem Italienischen von devertere.com übersetzt — das Haus hat noch keine französische Fassung bereitgestellt. Die acht Extrakte wurden von Sofia Bardelli komponiert (Parfumo, bestätigt durch Fragrantica).
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